Fair ist mehr

Presse - Veranstaltungen

Ernterad mit Produkten aus der RegioEin „Ernterad“ mit Erzeugnissen aus der Region war vorbereitet und zeigte die Vielfalt heimischer Produkte. Fast hätte man meinen können, das Wittlicher Sankt-Markus-Haus wäre schon für das Erntedankfest geschmückt. Was dort am vergangenen Dienstag stattfand, war allerdings etwas anderes. Rund 40 Zuhörer hatten sich versammelt um sich über regionale und faire Nahrungsmittelproduktion und Vermarktung zu informieren und darüber zu diskutieren.

 

Unter der Leitung von Irmgard Lütticken, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum,  informierten zunächst zwei Selbstvermarkter und ein marktbhängiger Erzeuger aus der Region über ihre Betriebe und die Grundsätze, die sie leiten. Paul Brandsma, Demeterhof Breit, Wittlich, Hans-Dieter Leinen, Leinenhof , Schweich und Manfred Zelder, Helenenhof Wittlich, waren sich schnell darin einig, dass bei der  Nahrungserzeugung auf tiergerechte Haltung und umweltschonende Arbeitsweise großer Wert zu legen ist. Darüber hinaus sei auch die regionale Vermarktung ein wichtiger Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Brandsma betonte - um dies zu verdeutlichen - sein Motto „regional – erste Wahl“.

Leinen betonte sehr eindrücklich, dass regionale Erzeuger ihre Kundenbindung nur durch ihre hohen Qualitätsstandards aufrechterhalten können.  Zelder legte in ähnlicher Weise wie die beiden anderen auch großenWert auf Transparenz. Auf seinem Hof sind zum Beispiel immer wieder Gruppen zu Gast, die sich über die teirgerechte Milchproduktion informieren können.

In der lebhaften Diskussuion wurde unter anderem angesprochen, wie eine faire Preisgestaltung möglich ist. Die höheren Kosten durch nachhaltige und ökologisch zu verantwortende  Produktion müssen dem Verbraucher gegenüber durchsichtig gemacht werden, damit sie auch akzeptiert werden können. Das wichtigste Kapital der Betriebe sei – das wurde immer wieder betont – ihre Glaubwürdigkeit und die hohe Qualität der Erzeugnisse.
Dem Wettbewerbsdruck unter dem Landwirte heute arbeiten müssen, sei für ihn nur zu begegnen, weil in seinem Betrieb die ganze Familie mitarbeitet, betonte Zelder.
Als Fazit der Veranstaltung, die im Rahmen der "Fairen Woche" vom Dekanat Wittlich, Pax Christi, dem Eine-Welt-Laden, der Kolpingsfamilie, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung und der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich angeboten wurde, appellierte eine Zuhörerin an die Verbraucher, ihr Einkaufs- und Ernährungsverhalten zu überprüfen und nicht zu vergessen, woher die Erzeugnisse stammen, die wir konsumieren.


Werner Bühler

Logo Faire Woche

 

 


 

Geburtstag !


20 Jahre jung ist der Wittlicher Eine Weltladen

Suche


Sozialer Friedendienst im Ausland

Logo