Die Partner
| Produkt des Monats - Oktober'11 |
Bio und Fair als Zukunftsperspektive
Green Net wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, die nachhaltige Bio-Landwirtschaft zu
fördern und für die landwirtschaftlichen Produkte von Kleinbauernorganisationen einen
fairen Absatzmarkt zu schaffen. Der sozial und ökologisch engagierte Dachverband
hat einen großen Beitrag zum Aufbau der thailändischen Öko-Zertifi zierungsorganisation
ACT (Organic Agriculture Certifi cation Thailand) geleistet. Diese Organisation berät
die Bauern und Bäuerinnen beim biologischen Anbau und kontrolliert ihre Produktion.
Die Arbeit von ACT ist für alle Beteiligten von Vorteil: Das Wissen und die Erfahrung
vor Ort können leichter abgerufen werden und die Kosten für eine lokale Zertifi zierung
sind geringer, als wenn Fachleute aus Europa anreisen müssten.
Green Net besteht aus zwei Schwesterorganisationen: Der „Green Net Cooperatives“,
die vor allem für das operative Geschäft und die Vermarktung zuständig ist und der
„Earth Net Foundation“, einer nicht profi t-orientierten Stiftung, die die ProduzentInnen
in technischer Hinsicht unterstützt. Die Stiftung bietet Beratungen an, unterstützt die
Umstellung auf Bio-Landbau und betreibt Forschungsaktivitäten.
Der Green Net-Reis wird von rund 840 – genossenschaftlich organisierten – Bauern
angebaut. Er wird in organisationseigenen Reismühlen weiterverarbeitet und auch
vor Ort fertig verpackt. Ein Drittel der Reisproduktion wird auf dem heimischen
Markt verkauft, der Rest geht in den Export.
Vorteile des Fairen Handels
Die Folgen des Klimawandels zeigen bereits deutliche Veränderungen, die den Reisanbau
erschweren. Die Temperatur steigt und die Regentage werden weniger, dafür
fallen die Niederschläge stärker aus und verursachen manchmal Überflutungen der
Felder. Als Reaktion auf diese Entwicklung hat Green Net zusammen mit der Earth
Net Foundation 2008 ein Programm zur Erarbeitung diverser Anpassungsstrategien
ins Leben gerufen. Es umfasst einen Informationsaustausch mit Wissenschaftlern
und Diskussionsrunden mit den Kleinbauern, damit diese eigene Erfahrungen und
Vorschläge in den Lösungsprozess mit einbringen können. Durch diese Form der Vernetzung
soll die Nahrungssicherheit in der Region langfristig sichergestellt werden.
Die gemeinsame Lösungssuche hat auch schon erste Ergebnisse gebracht: Durch gezielte
Saatgutentwicklung und die Sammlung lokaler Sorten soll die Reissortenvielfalt
erhalten werden, um auf diese Weise eine bestmögliche Anpassung an die sich
verändernden Rahmenbedingungen zu erreichen. Weiterhin wird die Bodenqualität
durch Kompostierung und Baumpflanzungen verbessert. Ein wesentliches Kernstück
des Programms ist ein verbessertes Wassermanagement, das in Kooperation mit den
Farmern entstehen soll. All diese Vorhaben wären ohne die Mehreinnahmen aus dem
Fairen Handel nicht realisierbar.
Qu.: GEPA Info
weitere Infos von Öko und Fair zu Green net
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